Luftbrücken-Allee
FASSBERG (ph). Nachdem der alte und morsche Baumbestand an Bergahorn an der Einfahrstraße zum Fliegerhorst Faßberg aufgrund fehlender Standfestigkeit gefällt werden musste, konnte die für Faßberg zuständige Geländebetreuung in Munster nun eine Nachbepflanzung realisieren und eine Reihe neuer Bäume setzen.
Foto: Carsten König, TSLw 3
Einweihung der Luftbrücken-Allee: Oberstllt Michael Ser, OStFw Paul Hicks, Oberst Rainer Steinohrt, Klaus Radlanski und Detlef Heidenreich (v.l.).
Insgesamt werden im Fliegerhorst in den kommenden Wochen 50 neue Spitzahörner (Acer platanoides) der Sorte ‚Cleveland’ gesetzt, davon einige entlang der Straße hinter der Hauptwache. „Ich freue mich sehr, dass wir den Charakter einer Baumallee durch diese Neupflanzungen wieder beleben konnten. Der dichte Baumbewuchs gehört zum Fliegerhorst Faßberg und soll auch erhalten bleiben“, unterstrich der Kommandeur der Technischen Schule der Luftwaffe 3 (TSLw 3) und Standortälteste Faßberg, Oberst Rainer Steinohrt und nutzte die Gelegenheit, die Neupflanzungen mit einer Namensgebung für die Straße zu verknüpfen. So wird die Straße hinter der Hauptwache bis zum Beginn der Manfred-von-Richthofen-Straße künftig Luftbrücken-Allee heißen und soll dadurch auf die Bedeutung des Fliegerhorstes während der Blockade Berlins in den Jahren 1948 / 1949 hinweisen. Dazu hatte der Kommandeur der TSLw 3 auch den Bürgermeister der Gemeinde Faßberg, Hans-Werner Schlitte, eingeladen, der sich aufgrund von Terminüberschneidungen durch Klaus Radlanski vertreten ließ. Gemeinsam mit dem Leiter der Geländebetreuung Munster, Detlef Heidenreich, dem Kasernenkommandanten für den Flugplatz Faßberg, Oberstleutnant Michael Ser und dem Vorsitzenden des Fördervereins für |
die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V., Oberstabsfeldwebel Paul Hicks, enthüllte Oberst Steinohrt das neue Straßenschild mit dem Hinweis auf die Luftbrücke Berlin. Der Fliegerhorst Faßberg war einer der wichtigsten Pfeiler der Luftbrücke. So wurde von der damaligen Royal Airforce Station Faßberg die Versorgung Berlins mit Kohle sichergestellt. Insgesamt 539.113 Tonnen davon flogen britische und amerikanische Flugzeuge in das blockierte Berlin und Statistiken zählten bis zu 450 Starts und Landungen pro Tag. Neben vielen anderen Flugplätzen in Westdeutschland hatte Faßberg eine entscheidende Rolle im Kampf gegen die Blockade Berlins. „Wir sind es den britischen und amerikanischen Veteranen sowie den deutschen Hilfskräften schuldig, an diese großartige Leistung zu erinnern. Mit der Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin in Faßberg und der Militärgeschichtlichen Sammlung der TSLw 3 haben wir ein tolles Museum, dass wir erhalten und weiter auszubauen wollen. Die neue Luftbrücken-Allee im Fliegerhorst und der im Jahr 2009 eingeweihte Platz der Luftbrücke im Zentrum der Gemeinde Faßberg runden daher dieses Bild ab und untermauern die wichtige Rolle Faßberg’s während der Blockade“, sagte der Vorsitzende des Fördervereins, Paul Hicks, abschließend. |
Foto: Carsten König, TSLw 3
Der FASSBERG FLYER ist das Prunkstück der Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin in Faßberg.







