Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin

61. Jahrestag Luftbrücke Berlin

FASSBERG. Zum Ende des letzten Fluges der Luftbrücke von Faßberg nach Berlin gedachten wieder viele Faßbergerinnen und Faßberger der alliierten und deutschen Frauen und Männer, die damals um die eingeschlossene ehemalige Hauptstadt kämpften und ihr Leben lassen mussten. Wie in jedem Jahr laden die Gemeinde und der Standort Faßberg sowie der Förderverein für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. zum 27. August ein, um gemeinsam an dieses großartige Unternehmen zu erinnern, aber auch der zahlreichen Opfer zu gedenken, die dafür starben. Neben vielen Faßbergern und Angehörigen des Fliegerhorstes waren auch wieder britische Luftbrückenveteranen in die Heide gereist, um an dieser Gedenkveranstaltung teilzunehmen. Die 37 Angehörigen der British Berlin Airlift Association übergaben am Ende der Zeremonie eine Freundschaftsurkunde an die Gemeinde Faßberg. Stellvertretend für die Faßberger nahm Bürgermeister Hans-Werner Schlitte diese Auszeichnung entgegen.

Foto: Heinz Kessler


Darüber hinaus konnte der Vorsitzende des Fördervereins, Paul Hicks, auch ehemalige Angehörige der German Civil Labour Organisation begrüßen, die während der Luftbrückenzeit für die Verladung der Kohle von Eisenbahnwaggons in die Flugzeuge zuständig waren. Ebenso konnte Hicks den Kommandeur der Technischen Schule der Luftwaffe 3 (TSLw 3) und Standortältesten Faßberg, Oberst Rainer Steinohrt, sowie den Kommandeur des Transporthubschrauberregiments 10 ‚Lüneburger Heide’, Oberst Martin Weißenfels und weitere Vertreter der Dienststellen des Standortes Faßberg willkommen heißen. Der Posaunenchor Müden unter der Leitung von Hans-Heinrich Sander ließ es sich nicht nehmen, die Veranstaltung zu untermalen. In seiner Rede ging Paul Hicks auf die große Jubiläumsfeier im Jahr 2009 ein, zu der viele prominente Gäste aus Nah und Fern angereist waren und immer wieder auf die geschichtliche Bedeutung der Luftbrücke Berlin für Deutschland und Europa hinwiesen. „Ich möchte den Faden aus dem vergangenen Jahr gerne aufnehmen

und zusammenfassen, dass dieses großartige Unternehmen und die humanitäre Leistung der drei Westalliierten vor 61 Jahren nicht in Vergessenheit geraten darf. Mit der Einrichtung der Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin hier in Faßberg werden wir dafür sorgen, dass die Geschichte der Luftbrücke Berlin nicht verblassen wird“, so Paul Hicks, der auch erwähnte, dass die Erinnerungsstätte mittlerweile seit 20 Jahren existiert und immer mehr Besucherinnen und Besucher begeistert. „Wir würden heute nicht in einem geeinten Deutschland mit einer freien Hauptstadt Berlin leben, wenn die Luftbrücke gescheitert wäre“ so der Vorsitzende, der auch betonte, dass aus heutiger Sicht nur erahnt werden kann, wir zermürbend diese Zeit für die Berlinerinnen und Berliner gewesen sein mag und wie sehr die eingeschlossenen Menschen auf Amerika, Großbritannien und Frankreich, aber auch Westdeutschland geblickt haben. Die Gedenkveranstaltung endete dann mit der Kranzniederlegung am Luftbrückengedenkstein auf dem Platz der Luftbrücke der Gemeinde Faßberg.

Impressionen von der Gedenkveranstaltung

   

Rede des Vorsitzenden Paul Hicks am 27.08.2010

Es gilt das gesprochene Wort:

Sehr geehrte Faßbergerinnen und Faßberger,
liebe Freundinnen und Freunde der Erinnerungsstätte Luftbrücke,
sehr geehrte Damen und Herren,
bevor ich beginne, lassen Sie mich zuvor einige Persönlichkeiten namentlich willkommen heißen. So begrüße ich recht herzlich unseren Bürgermeister, Herrn Hans-Werner Schlitte, den Kommandeur der Technischen Schule der Luftwaffe 3, Herrn Oberst Rainer Steinohrt, den Kommandeur des Transporthubschrauberregiments 10 ‚Lüneburger Heide’, Herrn Oberst Weißenfels und den stellvertretenden Kommandeur der Deutsch-Französischen Ausbildungseinrichtung TIGER, Lieutenant Colonel Stéphane Siess und den spanischen Verbindungsoffizier, Capitan Carlos Perez Inclan. Ich begrüße auch die Vertreter des Standortes Faßberg, die Ortsvorsteher, Ratsmitglieder und Angehörigen der Gemeindeverwaltung sowie die Mitglieder des Fördervereins und die Freude der Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin sowie unser Ehrenmitglied und Kurator, Rainer Kruppik.
Ich freue mich außerdem, heute den Posaunenchor aus Müden begrüßen zu können, der die Veranstaltung musikalisch untermalen wird.
Darüber hinaus ist es wieder schön, unsere englischen Freunde der British Berlin Airlift Association zu begrüßen, die immerhin mit 37 Personen angereist sind. Ebenso freue ich mich, ehemalige Angehörige der German Civil Labour Organization hier zu sehen.
Geoff Smith und Colin Cottle von der British Berlin Airlift Association haben wieder ein strammes Programm für die englischen Luftbrückenveteranen auf die Beine gestellt und sind nunmehr bereits seit gut einer Woche in Deutschland. Leider weilt unsere liebe Freundin Doreen nicht mehr unter uns. Sie hat uns Anfang des Jahres verlassen. Wir werden ihr Gedenken in Ehren bewahren und sie im Herzen behalten.



Dear Josie and Colin, dear Geoff,
again I can say, that I am more than glad and pleased to see you here in Fassberg for this special occasion. You have accompanied us now for so many years and everytime we see each other, it is truly a warm and pleasant atmosphere. Nevertheless, it was a shock to us, when we heared that Doreen had passed away. We surely know how deep her feelings for Fassberg were, and how her emotions carried her through all the visits to Germany. However, she worked hard to keep the remembrance of the Airlift alive. Throughout the years, Doreen had made many friends in Germany, and I may say that she certainly leaves a gap. Dear Geoff, please be assured that Doreen will not be forgotten. She will be in our hearts forever.
As Doreen had engaged herself with the Airlift, so did many other Airlift Veterans. You all have managed to keep the spirit alive until today. Together with us here at Fassberg, we have certainly created a Airlift environment which will preserve the purport for future generations. Please be aware that we will do our very best to continue this fruitful work, which you have started.

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