Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin

58. Jahrestag Luftbrücke Berlin

Standort und Gemeinde Faßberg gedachten der Opfer der Luftbrücke Berlin
British Berlin Airlift Association war mit zwei Vertretern vor Ort
Von Oberstabsfeldwebel Paul Hicks

FASSBERG. Anlässlich des 58. Jahrestages des letzten Fluges der Luftbrücke Berlin von Faßberg aus führte die Technische Schule der Luftwaffe 3 (TSLw 3), der Förderverein für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin in Faßberg e.V. und die Gemeinde Faßberg am 27. August 2007 die jährliche Gedenkveranstaltung am Luftbrückengedenkstein durch. Der Standort und die Gemeinde Faßberg dokumentieren damit alljährlich ihre Verbundenheit mit den Veteranen der Luftbrücke und bezeugen ihren Respekt vor der Leistung der Westalliierten zur Versorgung des blockierten Berlins. „Mit der Einrichtung der Luftbrücke wurde Faßberg einer der Eckpfeiler dieses gigantischen Unternehmens. Insgesamt wurden rund 540.000 Tonnen Kohle von Faßberg aus nach Berlin geflogen“, so Bürgermeister Hans-Werner Schlitte in einer kurzen Ansprache. Schlitte konnte unter anderem den Kommandeur der Technischen Schule der Luftwaffe 3 und Standortältesten Faßberg, Oberst Ulrich Stamm, den 1. Vorsitzenden des Fördervereins, Oberstleutnant außer Dienst Rainer Kruppik, sowie den Kommandeur des Transporthubschrauberregiments 10 ‚Lüneburger Heide’, Oberst Uwe Seeburg, willkommen heißen.

Foto: P. Hicks

Der Geschäftsführer der Berliner Stiftung Luftbrückendank, Heinz-Gerd Reese, mit Oberst Ulrich Stamm, Bürgermeister Hans-Werner Schlitte und Rainer Kruppik. (v.l.).

Foto: P. Hicks

Auch ließen es sich wieder viele Faßberger Bürgerinnen und Bürger nicht nehmen, an der Veranstaltung teilzunehmen. Darüber hinaus konnte Bürgermeister Schlitte neben vielen Vertretern des öffentlichen Lebens den zweiten Vorsitzenden der British Berlin Airlift Association (BBAA), Geoff Smith, sowie den ehemaligen Angehörigen der Royal Army, Colin Cottle, begrüßen. Beide Veteranen waren aktiv an der Luftbrücke beteiligt und hatten es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen lassen, gemeinsam mit ihren Ehefrauen Doreen und Jossie zu diesem Termin in die Heide zu kommen. Ebenfalls hatte es sich Manfred Sturzenbecher aus Hamburg-Fuhlsbüttel nicht nehmen lassen, nach Faßberg zu reisen. Manfred Sturzenbecher war während der Luftbrücke Hamburg – Berlin als Betankungsarbeiter eingesetzt. „Faßberg war mit der Luftbrücke für eine kurze Zeit in das Blickfeld der Weltöffentlichkeit gerückt. Mit dem Ende der Luftbrücke nahm die Entwicklung für die westlichen Zonen seinen Weg in die Demokratische Gründung der Bundesrepublik Deutschland und Faßberg hat mit seiner engen Bindung an den Fliegerhorst den uns bekannten Weg gemacht“, unterstrich Bürgermeister Schlitte, der auch bekräftigte, dass die Gemeinde ohne den Fliegerhorst sich nicht so hätte entwickeln können. Zum Abschluss legten die Gemeinde Faßberg und die britischen Vertreter der BBAA zwei Kränze am Gedenkstein nieder. Umrahmt wurde die Veranstaltung durch den Posaunenchor Müden/Örtze.

 

Foto: P. Hicks

Kranzniederlegung am Luftbrückengedenkstein in Faßberg: Oberst Uwe Seeburg, Oberst Ulrich Stamm, Geoff Smith, Colin Cottle, Bürgermeister Hans-Werner Schlitte und Kay Peters (v.l.).